Das Traümende Universum

ICH BIN MAGAZIN - Ausgabe Nr. 4 "ICH BIN Schöpferkraft"
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Es ist ein sonniger und paradiesischer Morgen. Umgeben von üppigen, tropischen Pflanzen und der Sonne auf Hawaii, die durch die Palmenblätter scheint, sitze ich auf unserer Veranda im Schneidersitz und meditiere. Vor zehn Jahren hatte es meinen Mann Don und mich auf diese traumhafte Insel gezogen, vor allem weil wir hier mit freien Delphinen schwimmen können.

Die letzten sieben Monate waren wir mit Seminaren auf Tour gewesen. Als wir zurückkamen, säumten drei alte Autokarosserien unsere heilige, kleine Straße. Jedes Mal, wenn ich unsere Straße entlang fuhr, bestürzte mich der Anblick dieser Autos.

Wie nachlässig war es, dieses Paradies in eine Schrotthalde zu verwandeln! Die Autos hatten schon viele Monate dort gestanden, teilte uns unsere Nachbarin in ihrer Verzweiflung mit. Sollte das der Lohn für unsere Arbeit und Abwesenheit gewesen sein? fragte ich mich.

Dann wurde ich mir meiner Kraft bewusst, die darin liegt, dass ich in einem träumenden Universum lebe. So stellte ich mir in meiner Meditation vor, dass ich diese Situation ändern könne. Nicht umsonst unterrichtete ich, wie man manifestiert. Sollte es nicht auch in einem größeren Rahmen geschehen können? So saß ich einfach und still in meiner Meditation und entschloss mich, meine Umwelt umzuträumen.

Ich tauchte in die vollkommene Überzeugung ein, dass mich das holographische Universum als Mitträumer braucht und ich als erwachendes Wesen an der Schöpfung mitwirke. So begann ich, das Gefühl der Freude über eine blitzsaubere Straße inmitten eines Paradieses in mir zu erzeugen. Anscheinend hatte ich vorher schon lange genug meditiert und mein Schwingungsfeld in dem Maße erhöht, dass es mir leicht fiel, dieses strahlende Gefühl in mir zu erzeugen.

Wie in einem Gedankenblitz konnte ich die Möglichkeit sehen und daran glauben, dass ein Lastwagen die Autos abholen würde. Dazu musste ich das Ergebnis, das ich mir wünschte, in mir fühlen und sehen, als sei es schon Wirklichkeit. In meiner Vorstellung sah ich, wie die Straße sauber und frei von Autos war. Bis in meine Wirbelsäule hinein konnte ich das Gefühl der Erfüllung wahrnehmen.

Es waren nicht mehr als einige Minuten vergangen, als ein Lastwagen unsere Straße hinauffuhr und ich knackige, metallische Geräusche hörte. Fast wollte ich aufstehen, um nachzusehen, ob das Unglaubliche wirklich geschah. War es tatsächlich der Lastwagen, der die Autos abholte? Oder war es nur ein Lastwagen, der dem Neubau am Ende der Straße Beton lieferte?

Nun, ich stand nicht auf, sondern hielt den Fokus meiner Meditation auf mein Wunschergebnis ausgerichtet. Ich wollte noch nicht enttäuscht werden. Wenn dies nicht der Lastwagen war, würde ich vielleicht den Glauben und das feste Gefühl meines Quantentraums verlieren. Es ist auch einfacher, Wasser zum Sieden zu bringen, wenn man nicht jede Sekunde den Deckel anhebt und nachschaut, ob es schon kocht.

Als ich mich mit Don später am selben Tag aufmachte, um in der Nachmittagssonne eine Wanderung an der Küste zu unternehmen, wurde ich mit dem strahlenden Anblick unserer sauberen Straße belohnt. Sie war vollständig aufgeräumt! Es kam mir vor wie ein Wunder! Hatte ich nur in einem günstigen Augenblick mein holographisches Universum umgeträumt, Minuten noch, bevor der Lastwagen ankam?

Nun, das ist unser linkes Gehirn, die rationale Seite, die sich vernünftig darum kümmert, dass es in Wirklichkeit keine Wunder gibt. Mein höherschwingendes Bewusstsein jedoch, das geübt darin war, in die weiten Traumfelder unseres Universums einzusteigen, stellte keine Fragen und dankte einfach.

Zum Manifestieren unserer Lebenswünsche, wie z. B. mehr Geld, ein schönes Heim, einen Computer, einen Urlaub und sogar einen Seelenpartner, muss man sich zunächst vorstellen können, wie man sich fühlen würde, wenn man dieses Ergebnis schon hätte. In voller innerer Leucht- und Spürkraft stellt man sich das, was man sich wünscht, vor. Manchmal sind wir noch in Opfergefühlen der alten Situation gefangen. Es erfordert Überwindung, diese alten Gefühle loszulassen. Anstatt das Drama der Unerfüllung weiterzuspinnen, sollte man sich vorstellen und erspüren, was man wirklich will. Nichts anderes tat ich damals mit 21 Jahren.

Ich war Philosophiestudentin in Baltimore und unglücklich verheiratet. Seit eineinhalb Jahren lebte ich in Amerika. Ich hatte mich entschlossen, die wahre Weisheit zu entdecken, die mir das Universitätsstudium anscheinend nicht liefern konnte. An einem kalten, windigen Abend im Februar 1983 traf ich meinen spirituellen Lehrer Don.

Verzweifelt über die Situation meiner unglücklichen Liebe fragte ich Don, zu dem ich jede Woche in den Unterricht ging: Wie bekomme ich die Liebe, die ich von meinem Mann will? Don dachte kurz nach und antwortete mir, indem er mir eine der tiefgründigsten Wahrheiten mitteilte, die für alle Dinge gilt, die wir uns wünschen:

Stelle dir vor, wie du dich fühlen würdest, wenn du die Beziehung, die du wirklich haben willst, schon hättest. Tauche in Deiner inneren Vorstellung ganz in Dein erfülltes Gefühl ein. Stelle Dir Deine Seelenliebe vor und empfinde sie tief in Dir. Aber stelle Dir dabei bitte keinen bestimmten Menschen vor, der Deinen Wunsch erfüllen soll. Die Details hängen von Gott ab, um die beste Version Deiner Erfüllung zu ermöglichen. Dann lasse los. Behalte das Gefühl und das symbolische Bild dessen, was Du Dir zu erfahren wünschst und stelle Dir dieses Bild täglich vor."

Als mir Don von dieser Technik erzählte, die Liebe zu spüren, die ich wirklich erleben wollte, stellte ich mir die Details meiner erfüllten Welt vor. Ich saß vor Don und empfand die Wärme der Hingabe, die Liebe, die Seelenverbindung und die gewaltige Weite der kosmischen Liebe einer Seele, die mich einhüllte. Die ganze Wahrheit des Wunsches, den ich erhoffte, empfand in mir als erfüllt. In diesem Moment legte ich den Grundstein für meine kommende Ehe mit meinem Seelenpartner. Nur wussten wir beide zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es Don selbst sein würde, den der göttliche Plan für meinen erfüllten Wunsch bereit hielt!

Übrigens ist dies die geheime Form des Gebets, welches die Essener (eine spirituelle Gruppe zu Zeiten Jesu) ausübten. Ihre Methode des Gebets lässt sich wie folgt beschreiben: Bete nicht zu Gott, indem Du über einen Mangel klagst und ein verzweifeltes Bedürfnis bekräftigst. Stattdessen fühle in Dir, wie sich die Erfüllung Deines Gebets schon in dir ausgebreitet hat."

Durch diesen Prozess bringen wir eine unserer möglichen Zukünfte aus unserem lebendigen, mehrdimensionalem Hologramm, Universum genannt, in unseren Jetzt-Raum. Wir leben in einem co-kreativen Universum, in dem jeder von uns mit dem Zentrum der Schöpfung verbunden ist. Harmonische Felder ziehen einander an. Gleich einer Obertonfrequenz erschaffen wir durch unser Bewusstsein eine erfüllte Vision unserer Zukunft in unserem holographischen Energiefeld. Diese Vision kann sich manchmal innerhalb von Minuten manifestieren, wenn man den Manifestationsprozess kennt.

Wir leben in einem träumenden Universum und wir träumen und kreieren den Regieplan unseres Lebens ständig neu.

Aber nicht nur unsere positiven Energiefelder oder Wünsche kreieren unsere Realität. Wir tragen auch unbewusste Widerstände und alte Wunden in uns, die ebenso ein Feld schaffen und sich manifestieren können.

Es gibt drei Wege, um zu kreieren. Wir kreieren über unsere Gefühle und Gedanken, mit denen wir uns unsere Zukunft bewusst auswählen und sie als erfüllte Vision in uns spüren.

Zweitens kreieren wir aus unbewussten Mustern unserer frühen Kindheitsprogrammierungen, aus ängsten und Erwartungen.

Drittens können wir aus der höheren Dimension des Seelenbewusstseins kreieren.

Je mehr wir in unserem Seelenwesen leuchten und je mehr wir in Harmonie mit dem Plan unserer Seele leben, desto wirksamer ist unsere Fähigkeit, zu kreieren.

Diese Ebene des Bewusstseins müssen wir uns allerdings durch inneres Wachstum über viele Leben erschließen. Obwohl wir alle Funken Gottes sind, haben wir unterschiedliche Grade an Bewusstheit.

Wie können wir die Blockaden lösen, die uns unbewusst davon abhalten, das zu bekommen oder zu erleben, was wir wirklich wollen?

Hier möchte ich einige wirkungsvolle Schritte vorstellen, die man ganz einfach im täglichen Leben einsetzen kann. Oft haben wir einen Wunsch, merken aber sogleich auch Widerstand oder Zweifel in uns und können einfach nicht über das Gefühl des Problems oder des Schmerzes hinweggehen. Man löst dieses Problem, indem man in sich hineinfühlt und das negative Gefühl im Körper lokalisiert, wie z. B. den ärger im Bauch. J

edes Gefühl findet in Deinem Körper sein Pendant. Je genauer man hinfühlt, desto klarer wird es. Lass dieses Gefühl in Deiner Vorstellung Farbe und Form annehmen, so dass es greifbar wird. Nun hole das Gefühl aus Dir heraus und beginne, mit ihm zu kommunizieren. Im tiefsten Kern trägt jedes noch so negative Gefühl einen tiefer liegenden Wunsch. Es ist, als ob in der dunkelsten Ecke des Universums, in einem schwarzen Loch, auf der Kehrseite das Positive existiert.

Das weiße Loch, ein kleiner Urknall, wird auf der anderen Seite des schwarzen Lochs vermutet. Angst will stark sein, Leiden will Erlösung, ärger will Gerechtigkeit, Liebe will Erfüllung. Wenn man in den Urkern hineintaucht, kann uns das alte, unerfüllte Gefühl in Form und Farbe zeigen, was es wirklich will. Damit führt es uns zu unseren wahren Wünschen und darin liegt der Zauber. Wir gehen dank unserer Vorstellungskraft von der alten, schmerzvollen oder unerfüllten Welt in die neue, erfüllte, parallele Welt. Wir erschaffen eine positive, höherschwingende Alternative zum Schmerz, die das ausdrückt, was der Urkern eigentlich immer schon wollte.

Das Gefühlsbild des erfüllten Wunsches lässt aus der Saat des alten Schmerzes nun eine erfüllte Frucht wachsen. Danke dem alten Bild und Gefühl und frage es, ob es bereit ist, sich in das neue, erfüllte Bild zu verwandeln.
Im holographischen Universum hat das zur Folge, dass kleine Wunder geschehen. Unsere Energie kann sich, da der Urwunsch erkannt wurde, neu manifestieren.

Heute in der Meditation hatte ich die Wandlung im Schnellverfahren vollzogen. Ich erlebte das Wunder der sauberen Straße, indem ich meinen ärger in das leuchtende Gefühl in mir verwandelte. Oft üben Don und ich uns gemeinsam in der Sammlung unseres Seelenlichtes in der Einheit.

In Don habe ich den Mann gefunden, der mit mir in dem heiligen Universum wandelt, so dass wir den Himmel auf Erden erleben können.

Ilona Selke und Don Paris, Ph.D. leiten deutschsprachige Seminare in Europa, wie auch Urlaubsseminare zu den Delphinen in Florida und Bali.

Die Weisheit der Delphine
Begegnung mit dem kosmischen Bewusstsein